Tee testen

Wer von euch meinen letzten Vlogcast gehört hat, weiß es bereits, für die anderen erzähle ich es jetzt.

Die neue Situation

Mein Chef möchte sich beruflich umorientieren und endlich das machen, was ihn schon vor Jahren interessiert hat.

Für mich kam dieser Plan ziemlich unerwartet, aber nun ja.. ich spiele leider nicht einen unerheblichen Teil…

Dank Corona sind die Einnahmen der Gartendesign-Firma ziemlich zurückgegangen.. Das Geld kam vor allem durch mittelgroße Projekte, Pflege, und ein bis zwei große Projekte.
Inzwischen haben wir hauptsächlich Anfragen für Kleinkram und die Pflege ist in so einigen Gärten zurückgegangen.
Mein Chef möchte den Kleinkram aber nicht annehmen da es sich für uns mit unseren Subunternehmern nicht wirklich lohnt und mein Chef auch seinen Stolz hat 😉

Der Plan

Deshalb möchte er nun versuchen japanische Produkte nach Übersee zu verkaufen. Tadaa!

Das wollte er wie gesagt schon lange mal probieren und nun will er die Gelegenheit nutzen. Denn.. die japanische Regierung gibt auf Antrag ein bestimmtes Budget an Firmen, die sich aufgrund Coronas neu orientieren müssen.

Sollten wir dieses Geld bekommen, lässt sich Chef‘s Plan relativ leicht in die Tat umsetzen, da ich alles neue neben der bisherigen Arbeit erledigen soll. Natürlich würde ich in diesem Fall die Arbeit an Real Japanese Gardens auf ein Minimum beschränken.. Neue Bücher gäbe es erstmal nicht mehr und Patreon müsste ich auch einstampfen..

So.. aber was hat das ganze jetzt mit Tee zu tun?

Mein Chef überlegt sich momentan welche Produkte es zu Beginn in den Shop schaffen. Ich liefere Ideen und an meinem Geschmack wird sich orientiert (ob das so eine gute Strategie von ihm ist? *lach*). Da ich nun also das Maß aller Dinge bin, soll ich ihm eine Auswahl an Teesorten nennen, die ich mag. Sowohl Matcha als auch normalen grünen Tee.

Der grüne Tee fällt mir nicht sonderlich schwer, der Matcha schon eher.. Denn bisher habe ich lediglich solchen getrunken, der mir vorgesetzt wurde und ich habe wenig darauf geachtet um was für einen Tee es sich handelt.

Nun muss ich mir aber in kürzester Zeit eine Meinung bilden und habe mir bereits notwendiges (und nicht ganz so notwendiges) Teegeschirr angeschafft und auch bereits den ersten Matcha.

Dafür war ich in einem kleinen Teeladen in Shinjuku in dem eine Ausländerin arbeitet, die mir einiges auf Englisch erklären konnte.

Außerdem habe ich folgendes Buch gekauft, das einen guten Überblick über den japanischen grünen Tee und seine Zubereitung verschafft.

*Buchcover ist mit dem Amazon Partnerprogramm verknüpft.

Ein wenig nicht ganz so wichtiges Teegeschirr fehlt mir noch, das hat es bis jetzt erst auf meine Wunschliste geschafft, wird aber denke ich auch noch irgendwann hier einziehen.

Grundsätzlich bin ich grünem Tee und auch Matcha ja nicht abgeneigt und es tut meinem Körper sicherlich nicht schlecht wenn ich ein wenig mehr davon genieße. Schließlich soll japanischer Tee ja die Nerven beruhigen und bei Stress helfen. Genau das richtige also nach der Hiobsbotschaft dass ich mich um die Produkte kümmern muss..

Tee testen

Im Mai kommt ein weiterer Matcha hier an (von der Firma die den Lieblings Tee meines Mannes verkauft) und ich bin gespannt wie der mir schmecken wird. Der erste, der mir in besagtem Teeladen empfohlen wurde, hat mir schonmal ausserordentlich gut geschmeckt.

Dazu habe ich auch ein kleines Video aufgenommen, das theoretisch erstmal exklusiv für unsere Real Japanese Gardens Patreons ist, aber ihr hier seid mir genauso wichtig, deshalb zeige ich es euch ebenfalls gerne vor dem Rest der Welt 🙂
Es ist allerdings auf Englisch.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Und ihr?

Wie schaut es bei euch aus? Trinkt ihr gerne grünen Tee oder Matcha? Habt ihr euch schonmal damit beschäftigt wie beides am besten zubereitet wird? Und vor allem, kennt ihr die positiven Effekte japanischen grünen Tees auf den Körper (und die Seele)?

Falls ihr Fragen zu grünem Tee habt, beantworte ich sie euch natürlich auch gerne. Ich bin zwar kein echter Profi, habe mich aber natürlich berufsbedingt schon mit Matcha und Teezeremonie beschäftigt und privat mit grünem Tee, weil wir den einfach gerne trinken 🙂

4 thoughts on “Tee testen

  1. Ich gehöre wohl zu den wenigen Leuten, die weder grünen Tee noch Matcha was abgewinnen können. Ich war schon sehr häufig in Tokyo und hab auch einmal an einer Teezeremonie teilgenommen, wo alles erklärt wurde etc. pp. Es ist spannend und sollte man unbedingt mal mitmachen, aber mir schmeckt er leider nicht, obwohl er so gut für den Körper ist. (Ich muss sagen, dass ich auch Matcha Soft-Ice in Tokyo gegessen habe und da hab ich vollends Matcha aufgegeben und nie wieder angerührt. Ich konnte das Pulver förmlich spüren.). Aber ich bin egspannt wie es bei dir weiter läuft, ich glaube ich verfolge den Blog jetzt schon seit über 5 Jahren und war immer interessiert an deinen Job und den Gärten.

    1. Dankeschön 🙂
      Ja, man hat es mit so manchen Lebensmitteln.. Da probiert man wieder und wieder aber sie schmecken einem einfach nicht..
      Ich habe das mit Rosenkohl und Muskat. Damit kann man mich jagen!
      An Natto habe ich mich inzwischen so gewöhnt dass ich es mag, auch Spinat kann ich inzwischen essen wenn er nicht zu sehr nach Erde schmeckt, aber Rosenkohl…. ?

  2. Hab als Studentin in Japan vor 13 Jahren mal eine Weile Unterricht in Teezeremonie gehabt, aber ich war leider wenig begabt darin, mir diese ganzen Schritte zu merken und hatte damals mehr Interesse an den Süßigkeiten als am eher bitteren Tee selbst^^;;

    An sich mag ich grünen Tee inzwischen aber sehr gerne und er soll wohl auch Diäteffekt haben und entschlackend wirken, weshalb ihn einige meiner deutschen Freunde hier gerne trinken. Hoffentlich verkauft er sich gut! Im hippen Teil von Berlin fahren die jedenfalls total auf alles ab, wo Matcha draufsteht. 🙂

    1. Wir müssen mal schauen.. Für Matcha alleine wird es sich ja leider kaum lohnen bei uns zu bestellen (weshalb mein Chef gerne ein Lager mit Versand -“hast du nicht ne Bekannte, Anika?”- in Europa hätte). Deshalb müssen wir genau überlegen und uns etwas einfallen lassen.

      Ich habe jetzt schon einige Male Matcha zu Hause gemacht, für D. und mich, und inzwischen kann ich die Teezeremonie mit den strikten Abläufen verstehen. Man hat so viel rumstehen und zu machen, dass sich dieser genaue Ablauf und die genauen Positionen wirklich lohnen.
      Aber wenn ich ehrlich bin, ich kann Senchado wohl mehr abgewinnen 😉

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