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Cafe Coco Spielecke

[Coffee and Food] Cafe CoCo in Nerima

Wie oft hätte ich doch einen Ort gebraucht, an den ich mit meinem Kind hätte gehen können, um einfach mal entspannt einen Kaffee zu trinken.
Erst als der Lütte schon größer war und ich wieder voll arbeitete, habe ich mitbekommen, dass es in Tokyo sogenannte Kids Cafes gibt. In diesen Cafes gibt es eine Spielecke, die die Kleinen so weit ablenken soll, dass Mama oder Papa in Ruhe sitzen und entspannen können.

Nun wurde mir vor meinem Supermarkt ein Flyer eines neu eröffneten Cafes gereicht und was war ich erstaunt, als ich in dem Flyer eine Spielecke entdeckte. Dieses neue Cafe war also ein Kids Cafe und ganz in meiner Nähe!

Selbstverständlich musste ich es sofort testen, auch wenn ich diese Art von Cafe nicht mehr so dringend benötige wie früher.

Das Cafe Coco hat nicht nur eine Spielecke für Kinder, sondern auch einen Raucherraum, weshalb ich zuerst ohne Kind getestet habe, um zu sehen in wie weit das Cafe verraucht ist oder nicht und auf welche Art der Raucherraum vom übrigen Cafe abgetrennt ist.

Während ich eigentlich ein Kids Cafe mit einem Raucherraum unvereinbar finde, ist es hier relativ gut gelöst. Der Raucherraum ist durch eine Tür fest vom Rest abgetrennt. Die Spielecke befindet sich auf der ganz anderen Seite des Cafes und vor dem Raucherraum gibt es nur zwei Sitzgruppen, die gerne Gästen ohne Kindern zugewiesen werden.

Wie es so kam, saß ich also in einer dieser Gruppen und während meiner Anwesenheit kamen auch einiger Raucher.
Ich habe tatsächlich nur kurz Zigaretten gerochen wenn die Tür zum Raucherraum geöffnet wurde.
Wenn ich also den Raucherraum auch nicht mag, so kann ich in diesem Setting doch mit ihm leben.

Was mich bei meinem ersten Besuch doch sehr erfreute, war die Karte. Tags zuvor hatte ich im Fernsehen einen leckeren Crepe gesehen und hatte daher unglaubliche Lust auf Crepe. Ich hatte mir allen ernstes schon überlegt, ob ich an einem Wochenendtag mit Kind in die Takeshita dori fahren sollte um meinen Gelüsten nachzugeben, brauchte ich dann aber nicht, denn es gibt herrliche Crepe im Cafe Coco, die tatsächlich groß und gut bestückt sind. Mit etwas mehr als 300 Yen sind sie dazu noch sehr günstig.

Den Kaffee dort kann man aber leider vergessen. Er erinnert mich vom Geschmack her an den Kaffee einer Maschine im Family Restaurant. Es ist kein hochwertig gebrühter Kaffee, sondern läuft lediglich nach Knopfdruck durch eine Maschine.
Allerdings gibt es viele andere Getränke, unter anderem Koffeeinfreien Tee und Softdrinks. Da das Cafe bis abends geöffnet ist, findet man jedoch auch eine Auswahl an alkoholhaltigen Getränken.

Die Spielecke ist ausgestattet mit Holzspielzeug und japanischen Kinderbüchern. Auch unser heissgeliebtes Unchi Buch und die Bücher der Daruma Reihe fehlen nicht. Es gibt eine Holzrutsche, eine Holzküche und viele andere Spielzeuge. Der Spielbogen für die ganz Kleinen ist jedoch aus Plastik.
Der Spielbereich ist durch eine Tür verschließbar.

Die Wickelkommode steht in einer schlecht einsehbaren Ecke und feuchte Tücher kann man kostenlos nutzen. Windeln gibt es leider nicht, die muss man sich selbst mitbringen.

Alles in allem ist das Cafe sehr hell und freundlich und wirkt deshalb, und dank der Holzspielzeuge, sehr einladend. Schade, dass der Kaffee nicht gut ist, aber man kann bekanntlich nicht alles haben.


Cafe CoCo
Öffnungszeiten:
Montags geschlossen
Di. – Sa. 9:00 – 21:30
So. 10:00 – 21:30
Webseite: https://cafecoco.business.site
Telefon: 03-5848-6965
Adresse: 練馬区高松 1-25-12
1 Chome-25-12 Takamatsu, Nerima, Tokyo 179-0075

Parkplätze sind vorhanden.

Cafe Coco Anreise

9 thoughts on “[Coffee and Food] Cafe CoCo in Nerima

  1. Konban wa, Anika.
    Da ich mir heute einen freien Tag gegönnt habe, komme ich zu einigem an Kommunikation (im Net). Gestern noch Blog-Kommentare geschrieben & so konnte ich mich heute auf die Mails konzentrieren; zuletzt eine an eine talentierte, liebe Engländerin, die Shakespieare & Science Fiction mag. Yay!
    Ansonsten, arigatou, daß ich Deine Vids verlinken darf (& gewährte Einblicke in japanischen Alltag wie Gärten sind anmerkenswert!)

    Besser man/frau erfährt später als nie von etwas; & offensichtlich scheint sich das Coco entsprechende Mühen gemacht haben, um zu überzeugen (gut, bis auf den Kantinen-Kaffee 🙂).
    Persönlich hatte ich ja noch nie das Bedürfnis zu rauchen (ähnlich wie beim Alkohol ist mir der Mehrwert dabei schleierhaft). Hierzulande müssen ja alle raus aus der Örtlichkeit, wenn sie rauchen.
    Die Lust auf Crepe kann ich allerdings gut verstehen. 😃
    Stimmt, das „holzige“ Interiör lädt zum verweilen ein. Was den Kaffee angeht, so wird er vielleicht auch irgendwann besser…

    Hm…darf ich nun Dir wiederum gelegentlich etwas verlinken, von dem ich vermute, es könnte Dein Interesse finden?
    Jaa, mata ne!

    bonté

    1. Hallo Robert,
      ich bin tatsächlich am überlegen die Kommunikation mit manchen wieder auf Papier und Stift zu verlegen, einfach, weil es mehr Zeit braucht bis ein Brief ankommt und man sich daher nicht so unter Druck fühlt sofort auf eine Email antworten zu müssen. Leider scheinen aber die meisten meiner Bekannten keine Lust mehr auf die altmodische Variante zu haben.
      Shakespeare und Science Fiction hört sich gut an, wobei ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich noch nichts von ihm gelesen habe. Und Lesen ist da glaube ich ein Muss, ich denke nicht, dass ich es hören könnte. Leider ist mein Buchkonsum fast vollständig in Hörbuchkonsum übergegangen, schlicht aus Platzmangel..

      Das Cafe CoCo wird sehr gut angenommen, deshalb bin ich guter Dinge, dass es dem Viertel erhalten bleibt. Wie ich von anderen gehört habe, haben andere Cafes wirklich bescheuerte Regeln wie dass jedes Kind ein eigenes Gericht bestellen muss, sie nur eine begrenzte Zeit in der Spielecke spielen dürfen oder kein eigenes Essen für die ganz Kleinen mitgebracht werden darf. Solche Regeln gibt es im CoCo glücklicherweise nicht.

      Selbstverständlich darfst du mir auch etwas verlinken. Ich werde es nur nicht immer zeitnah gucken können.

      Viele Grüße!

      1. …ungefähr 200 Jahre zurück war es durchaus üblich, dass sich Angehörige des Bürgertum einen täglichen Brief zuschickten (zumeist vom Dienstboten des einen Hauses zum anderen gebracht).
        Immerhin ermöglicht es das Net, dass wir über den halben Globus hinweg miteinander Zeilen wechseln können – auch nicht schlecht.
        Und Du kannst Dir die Zeit (für eine Antwort) nehmen, die Du brauchst. Ich bin von geduldiger Natur 🙂

        Shakespeare kenne ich in der Tat hauptsächlich durch das Medium Film (was bei einem Cineasten jetzt auch nicht verwundern kann 😎).

        Ausgesprochen seltsame „Regeln“ – zumal für Kinder. Hier steht also ein Mitarbeiter neben der Spielecke & stoppt die Zeit der einzelnen Kinder?!

        Für wann Du dazu Zeit & Lust hast, hier ein Gedicht-Video von Mouse Taylor (der erwähnten Engländerin)…

        https://www.youtube.com/watch?v=VkZ_qZm5cG4
        for your consideration

        bonté

        1. Hallo Robert,

          Bei mir arten Antworten nur leider immer aus. Manchmal kommt es mir so vor, als schreibe ich einen halben Roman in eine Email (ich schreibe Momentan einen Roman, deshalb weiß ich es natürlich besser ^_-), das ist nicht zu vergleichen mit Antworten in Social Media Netzwerken. Die arbeite ich immer schnell ab, dann vergesse ich auch nicht, dass es da Kommentare gab, die eine Antwort erwarten.
          Nicht falsch zu verstehen, die Kommunikation via Kommentare ist meiner Meinung nach das Beste an Social Media. Emails könnte man aber gerne abschaffen, an denen hänge ich nicht..

          So, jetzt hast du mich. Ich habe grade überlegt welche andere Verfilmung eines Shakespeares ich außer Romeo und Julia mit Leonardo di Caprio ich gesehen habe. Ich weiß, da war noch mehr, aber ich erinnere mich patu nicht mehr. Das liegt an meinem perfekten Gedächtnis für Film- und Buchkonsum. Ca. einen Monat nachdem ich einen Film gesehen oder ein Buch gelesen habe, erinnere mich nicht mehr daran. So kann ich die gleichen Bücher und Filme immer wieder auf’s Neue genießen.

          Gerne gucke ich das Gedichtvideo sobald ich die Ruhe habe den Ton einzuschalten.

          Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung wie es in diesen seltsamen Kids Cafés mit Regeln funktioniert. Und ich habe auch keine große Lust es herauszufinden.

          Viele Grüße!

          1. …ich bin der Letzte, der etwas gegen „ausartende“ Antworten hätte. 🙂
            Die E-mails aus meiner Tastatur sind eigentlich in der Gewohnheit von Briefen geschrieben (während meiner Fandom-Zeit war ich ausgiebig damit beschäftigt so Kontakte zu pflegen).
            Wie wahr, ohne die Kommentarfunktion in Blogs wäre das Net weitaus ärmer; ich sehe es an U-tube, wo man/frau sich erst umständlich anmelden muss.

            Der ‚Hamlet‘ von Franco Zeffirelli ist gut. Ähnlich wie so ziemlich alle Shakespeares aus der Regiehand von Kenneth Brannagh. Bei Baz Luhrmanns ‚Romeo & Juliet‘ war mir das Gepose mit Knarren zu gewolt modernistisch – was nichts an der Brillanz von Danes & di Caprio schmälert.

            Freut mich zu hören. Mouse würde sich sicher auch über Deine Meinung freuen. So Du Zeit hast.

            Mata ashita.

            bonté

          2. Hallo Robert,

            als ich mit Kommunikation zu weiter entfernten Personen anfing hatten wir noch nicht mal einen Computer 😱
            Natürlich liegen mir also Briefe am Herzen. Ich finde es auch äußerst schade, dass Foren und ICQ ausgestorben sind. Und StudiVZ war eh viel besser als Facebook..
            Nein, mal im Ernst, nur bei Facebook und StudiVZ bin ich dieser Meinung…

            Vielen Dank für deine Empfehlungen. Ich werde mal schauen, vielleicht gibt es die Filme ja bei Tsutaya (DVD Verleih). Das wäre etwas für die Abende an denen mein Mann spät nach Hause kommt.

            Viele Grüße!

          3. …bei Gesichtsbuch habe ich das Gefühl eher in einen Layout-Unfall gestolpert zu sein, als eine lesbare Seite vor mir zu haben. Und das gilt selbst für Inhalte, die ich vom Blog her bereits kenne. Mir ist demnach der ehemalige Hype darum ein Rätsel geblieben. Nope, jeder anmerkenswerte Blog ist mir lieber!

            Der Cineast in mir schwärmt gern von empfehlenswerten Filmen, so you’re welcome!
            Branaghs ‚Much Ado About Nothing‘ wäre ein leicht beschwingter, fröhlicher Einstieg. ‚Henry V‘ ist düster, blutig & schlammverkrustet inszeniert. ‚As You Like It‘ wurde von Ihm nach Japan verlegt.
            Sein Hamlet ist etwas prätentiös & vor allem überlang geraten. ‚Love’s Labour’s Lost‘ ist ein Musical.

            bonté

  2. Ohje, jetzt hab ich auch Hunger auf Crepe! Ich hab die gerne in Akhibara oder Harajuku gegessen und so prompt ein paar Kilo immer auf den Rippen mehr gehabt!
    Das Cafe sieht sehr einladend aus und ist eine tolle Alternative, falls man Mal Ruhe möchte.

    1. Hallo Nina,
      ich weiß gar nicht mehr wo ich das erste Mal mit diesen Crepes in Kontakt gekommen bin. Vielleicht in Kyoto… Seitdem bin ich ihnen verfallen, beherrsche mich aber meistens gut. Zum Glück gibt es sie nur selten an den Orten, wo ich so unterwegs bin. Anders sieht es mit Mont Blanc aus, die es leider im Herbst überall gibt und denen ich hoffnungslos verfallen bin.

      Ruhig ist es natürlich im Kids Café nicht, aber man kann mal in Ruhe sitzen ohne ständig den Kindern hinterher zu müssen. Das ist wirklich super!
      Viele Grüße!

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