Zwei einfache Spiele für die Zeit zu Hause

Ich weiss dass einige von euch es jetzt wieder erwischt hat: die Kitas sind zu..



Deshalb möchte ich heute zwei ganz einfache Spiele vorstellen, die unserem 4-jährigen sehr viel Spaß machen. Zwar helfen sie nicht wenn das Kind zu Hause ist und man eigentlich arbeiten müsste, aber am Wochenende bringen sie uns viel Freude!



Das erste ist eine Abwandlung des Klassikers “Schere Stein Papier”, das wohl jeder kennt.
Auf Japanisch heißt es übrigens Jan Ken (das “Jan” wird dabei nicht wie der Name Jan ausgesprochen sondern eher wie Dschan).



Dank einer bestimmten Folge Ultraman R/B zog nun diese Variante bei uns ein: der Gewinner bei Schere Stein Papier hebt seinen Zeigefinger und sagt in etwa “dorthin guckst du jetzt” und weist entweder nach rechts, links, oben oder unten. Der Verlierer muss beim letzten Wort das Gesicht in eine Richtung drehen und es darf nicht die selbe sein in die der Finger zeigt.


Auf Japanisch geht das ganze dann super schnell “Jan Ken Pon, acchi muite hoi!”

Der Lütte kann uns damit sehr sehr sehr sehr lange beschäftigen ohne dass es einen wirklichen Gewinner gibt.



Das zweite Spiel erfordert ein wenig mehr Vorbereitung und die Idee zu unserer Version hatte ich aus der Kita des Lütten.



Dort spielen sie jetzt immer eine bestimmte Version von Karuta(かるた), einem “einfachen” Kartenspiel.


Um alles zu erklären muss ich ein wenig ausholen.. Das Karuta, das auch in Wettbewerben benutzt wird, besteht aus einem Set Karten, bestehend aus Kartenpaaren. Beide sind in japanischer Kalligraphie beschriftet. Von jedem Paar wird eine Karte (torifuda) auf dem Boden ausgelegt. Zwei Spieler sitzen sich gegenüber, die Karten zwischen sich.
Ein Dritter liest den Text auf einer Karte (yomifuda) vor und die zwei Spieler müssen so schnell wie möglich die passende Karte zwischen sich finden. Also ein ganz kleines bisschen so wie Memory.



In der Kita haben sie ein Kinderbuch, das sich A-chan auf Amazon nennt.
Chan ist eine Verniedlichungsform. Für jede Silbe des japanischen Alphabets gibt es in diesem Buch ein bestimmtes Gericht. Bei A-chan ist es aisukurimu (Eiscreme).
Daraus haben sie ein Karuta-Spiel gemacht. So sagt einer der Spieler: A-chan, a ga tsuku… und die anderen müssen die passende Karte mit der Eiscreme finden.


Und weil der Lütte immer mit Begeisterung davon erzählte, habe ich ein Set Karuta zum Selbstgestalten und Aufkleber zum Ausdrucken gekauft, eines Tages alle unsere Ultraman und Kaiju Figuren fotografiert, sie auf die Aufkleber gedruckt und die Karten damit beklebt. So können wir jetzt A-chan a ga tsuku… Antora spielen 🙂

Falls jemand von euch Interesse hat ebenfalls ein Karuta Spiel selbst zu gestalten, ich habe noch 100 Karten übrig und teile gerne ;)



Und dann würde ich gerne noch wissen ob jemand Interesse daran hat mehr über Ultraman zu erfahren, da es die Serien ja leider nicht auf Deutsch gibt (aber auf Englisch) und daher die Infos dazu spärlich vorhanden sind.
Zwar sind die Next Generation Heroes sehr auf den Merchendise-Verkauf ausgelegt, trotzdem macht es unheimlichen Spaß sich durch die Serien zu wühlen, denn neben der Geldmacherei durch den Verkauf merkt man doch dass den Machern das Franchise am Herzen liegt und sie sich viele Gedanken zum Inhalt machen und vieles auch noch wie früher am Set abläuft und nicht nur auf cgi und co zurückgegriffen wird.

4 thoughts on “Zwei einfache Spiele für die Zeit zu Hause

  1. Du hast die Karuta-Karten alle selbst gestaltet? Wahnsinn! Und dann auch noch alles so liebevoll. Und: Wenn du noch ein paar leere Karten abgeben möchtest, würde ich sie dir gern abnehmen. Ich wollte nämlich irgendwann mal ein Deutschlern-Karuta für meine Jungs basteln. Also auf die eine Karten ein Bild + den entsprechenden Buchstaben des Alphabets, auf die andere Karte den Text dazu. Allerdings muss ich gestehen, dass ich selbst bisher erst einmal Karuta in echt gesehen habe (und das war schon für etwas ältere Kinder, wo die Anfänge und Enden berühmter Haiku zu finden waren) und mir das deshalb zuerst noch etwas genauer ansehen und mir überlegen muss, wie ich die Textkarten gestalten kann, damit sie zu den Antwort-Karten passen.

    1. Das Bekleben der Karuta hat am längsten gedauert😅 Wir haben auch noch Disney Karuta, die wir geschenkt bekommen haben. Da könnte ich auch mal gucken wie die gestaltet sind, die sind auch für kleinere Kinder, wenn ich mich recht erinnere..

  2. Gute Idee! Wir haben als Kinder früher immer Karten gemalt und in diese Deck-Protektor-Hüllen für Magic-Karten gesteckt und damit gespielt. Funktioniert haben die Regeln, die wir uns dazu ausgedacht haben nie, aber eigentlich war auch das Basteln interessanter als das Spielen…

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